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Start HEIZUNG

Um für ein Bauvorhaben ein Heizungskonzept zu entwickeln, müssen vorab immer einige grundsätzliche Details geklärt werden:

1. Wärmebedarf, der sich nach den verwendeten Baustoffen (Fenster, Isolierung, Wandaufbau etc.) richtet.

 

2. Wärmeverteilungssystem:

- eine Niedertemperaturheizung benötigt große Heizflächen (z.B. Fußboden-/Wandheizung). In der Regel handelt es sich dabei um ein langsam arbeitendes System, das für die Aufheizung längere Zeit benötigt. Der Strahlungsanteil ist sehr hoch, so daß schon eine geringere Raumtemperatur als angenehm empfunden wird.

- eine Normaltemperaturheizung kommt mit kleineren Heizflächen aus (z.B. Radiatoren), benötigt aber eine höhere Vorlauftemperatur des Heizmediums (= höhere Wärmeverluste). Weniger Strahlungs- als Konvektionswärme, dadurch wird eine etwas höhere Raumtemperatur verlangt. Schnell reagierende Heizung.

 

3. Art der Wärmeerzeugung:

Solarenergie, Gastherme, Ölkessel, Holzkessel, elektrische Energie (z.B. Wärmepumpe)

  1. - Solarenergie eignet sich sehr für die Niedertemperaturheizung, benötigt aber stets eine zusätzliche Heizquelle für sonnenlose Tage.
  2. - Gastherme und Ölkessel lassen sich sowohl für Nieder- als auch Normaltemperaturheizung einsetzen.
  3. - Der Holzkessel bietet sich auch für beide Heizsysteme an, sollte jedoch mit einem Pufferspeicher gekoppelt werden.
  4. - Zum Heizen sollte elektrische Energie allenfalls durch Einsatz einer Wärmepumpe benutzt werden, da es sonst weder ökologisch noch ökonomisch sinnvoll wäre.

Die Kombination der Systeme untereinander ist möglich, die sich daraus ergebende technische Realisierung (Regelung, Steuerung etc) ist so nicht in knapper, allgemeiner Form darstellbar, muß also immer im Einzelnen entwickelt werden.